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Eifeler Mühlsteinwanderweg

Mayen

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Der "Eifeler Mühlsteinwanderweg" führt als Streckenwanderweg auf rund 13 Kilometern vom Mayener Grubenfeld über die Ettringer Lay, das Kottenheimer Winfeld am Mendiger Tonsee vorbei bis zum Hof Michels in der Mendiger Brauerstraße - er kann jedoch problemlos in beide Gehrichtungen begangen werden.

13 Basaltstelen mit Informationstafeln geben entlang des Weges einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Mühlsteines und informieren über die Bedeutung des Mühlsteins für die Region, die Abbau- und Verbreitungsgebiete.

Die heimische Basaltlava wird in unserer Region seit nahezu 7.000 Jahren, sowohl industriell, als auch individuell, abgebaut. Als Werkstein eignet sich die Lava für vielerlei Güter des gewerblichen Bedarfs - einer davon ist der Mühlstein. Um diesem, für die Entwicklung der Menschheit so wichtigen, einmaligen Werkstück ein bleibendes Andenken zu bewahren, wurde der "Eifeler Mühlsteinwanderweg" initiiert.

Der "Eifeler Mühlsteinwanderweg" beginnt an den Erlebniswelten Grubenfeld im Mayener Grubenfeld und führt von dort aus zunächst auf ca. 3,5 Kilometern stetig ansteigend bis zum höchsten Punkt des Weges in Richtung "Ettringer Bellerberg".

An der Flanke des Bellerbergs geht es hinab zur "Ettringer Lay". Die "Ettringer Lay" ist ein Steinbruchrevier der neuzeitlichen Steinindustrie. Die stillgelegten und von der Natur zurückeroberten Steinbrüche der "Ettringer Lay" sind als Vulkanparkstation Teil des Vulkanparks. Stählerne Figuren entlang eines Rundweges zeigen die typischen Tätigkeiten in einem Steinbruchbetrieb. Weiterführende Informationen zum Ausbruch des Bellerberg-Vulkans und der neuzeitlichen Abbautätigkeit sind auf Infotafeln dargestellt. Die ehemaligen Abbauwände dienen heute außerdem als Kletterareal des Deutschen Alpenvereins.

Diese Strecke ist ein Stichweg und führt nach Besichtigung der eindruckvollen Basaltwände in der "Ettringer Lay" wieder an der Flanke des Bellerbergs mit fantastischen Aussichten zurück zur ausgeschilderten Wegekreuzung. Hier hält man sich nun links und geht, an einem ehemaligen Luftschutzbunker vorbei, weiter in Richtung "Kottenheimer Büden" mit seinen "Siewe Stuwe" (sieben Stuben). Der "Kottenheimer Büden" ist die östliche Flanke des Bellerberg-Vulkans. In seinen Schlackenwall wurden im Zweiten Weltkrieg künstliche Höhlen eingehauen, die als Luftschutzräume dienten. Diese sogenannten „Siewe Stuwe“ boten, überwiegend Kottenheimer Frauen und Kindern, Schutz zu Kriegszeiten. Sie lebten tagsüber in den Stollen und nutzen die Dunkelheit für Besorgungsgänge.

Nach der Querung der K20 hält man sich rechts und geht an einem alten wieder instand gesetzten Kompressorhaus vorbei hinein ins "Kottenheimer Winfeld". Hier führt der Weg an einem Gelände vorbei, welches zur Zeit vom "Heimatverein Kottenheimer Winfeld" wieder in "frühere Zeiten zurückversetzt" wird. Da sich hier aktuell noch eine Baustelle befindet, ist dieser Bereich derzeit nicht öffentlich zugänglich. Eine offizielle Eröffnung ist voraussichtlich in 2020 geplant.

Weiter geht es parallel zur sogenannten "gestickten Straße",  welche wohl aus dem 19. Jahrhundert stammt, am Junker-Schilling-Platz sowie dem Mendiger Tonsee in den Winkelswiesen (Privatbesitz) vorbei.

Der Weg führt nun stetig über Felder und Wiesen hinab bis zum tiefsten Punkt der Strecke kurz bevor die Ortslage Mendig erreicht wird. Nach ca. 10 km der Strecke folgt nun der Anstieg nach Obermendig. Danach geht es einmal quer durch die Mendiger Ortslage. In Niedermendig wird schließlich das Ziel des Weges, der Hof Michels in der Brauerstraße erreicht. Führungen in die dortigen Lavakeller sind im Lava-Dome buchbar.

Infos zu dieser Route

Start: Erlebniswelten Grubenfeld, An den Mühlsteinen 7, 56727 Mayen

Ziel: Deutsches Vulkanmuseum Lava-Dome, Brauerstraße 1, 56743 Mendig

Streckenlänge: 12,9 km

Dauer: 03:36 h

Schwierigkeitsgrad: mittel

Tourenart: Wandern

Aufstieg: 149 m

Abstieg: 198 m

Touristik-Büro Vordereifel

Kelberger Straße 27
56727 Mayen
Telefon: 02651 800 995

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